Die Botschaft der Gehirnforschung

Die Komplexität des Gehirns ermöglicht uns unendlich viele Entwicklungsmöglichkeiten und neuronale Verschaltungen. Gehirne müssen benutzt werden, damit sie sich den Anforderungen entsprechend anpassen und weiterentwickeln können. 

 

Trennung und Trauer

Menschen, die sich in einer Trennungs- bzw. Trauersituation befinden fühlen sich innerlich emotional aufgewühlt.

Für unser Gehirn ist Bindung ein neurobiologisches Programm, das uns vor allem das Überleben sichern soll. Es bindet uns an die Menschen, durch die wir in der Kindheit Schutz, Versorgung und emotionale Geborgenheit erfahren.

Das limbische System speichert Schlüsselreize und entwickelt daraus Verhaltensmuster. Diese
Verhaltensmuster werden an das emotionale System gekoppelt und automatisiert. Das Automatisieren dieser Verhaltensmuster und deren Kopplung an unbewusste emotionale Erfahrungen ist für das Überleben wichtig.

Weitere wichtige Rollen bei der Bindung spielen biochemische Botenstoffe, wie beispielsweise das Hormon Oxytocin (Kuschelhormon) und die Spiegelneuronen.

Der Verlust einer nahestehenden Person bedeutet für unser
limbisches System immer eine Bedrohung, das psychische
System reagiert mit Stress und es reagiert entsprechend emotional.


Geschichten und Persönlichkeit

Wir Menschen sind Geschichten-erzähler. Wir erinnern uns an die Märchen, die uns als Kind vorgelesen oder erzählt wurden.

Geschichten lehren uns das Leben. Erzählungen enthalten Muster und Modelle, aber auch Vorbilder, die wir unbewusst nachahmen und somit entsteht im Laufe der Zeit unser Bild der Welt.

Geschichten, sind nicht nur Daten und Fakten, die unser Gehirn mit "Verstand" aufnimmt und verarbeitet. Es geht dabei auch immer um Emotionen und diese sind in verschiedenen Bereichen des Gehirns gespeichert.

Geschichten werden im  Episoden-gedächtnis gespeichert. Es merkt sich wer, was, wann, wo und mit wem gemacht hat. Beim Weitererzählen entsteht aus den einzelnen Puzzle-teilen wieder eine Geschichte.

Wichtig ist, dass in den Geschichten Personen vorkommen, damit wir uns identifizieren können. Die Spiegel-neuronen spielen dabei eine wesentliche Rolle und schulen so unsere Empathie.

Narrative sind tief im Menschen verankerte Erzählungen.
Sie berühren Urängste, Sehnsüchte, die ersten Fragen und letzten Dinge, die alle Menschen verbinden.

Waldtauchen und Gesundheit

Das bewusste Eintauchen in den Wald und die Natur empfinden wir als Wohlgefühl.  Wir freuen uns hier in diesem satten Grün die Stille zu finden, die uns hilft den Alltag los zulassen und Kraft zu tanken.

Die Stille wird in unserer Wahrnehmung mitunter nur von einem kleinen Bachgeplätscher oder Vogelgezwitscher durchbrochen.

Der Wald ist aber keinesfalls still. Seine Bewohner kommunizieren ständig miteinander und tauschen Informationen aus.

Die Unterhaltung erfolgt durch Terpene, kleinste Biomoleküle, die verschiedene Informationen enthalten und von den Bäumen ausgedunstet werden.

Unbewusst beteiligen wir uns an dieser Unterhaltung, indem wir diese Terpene einatmen und sie über die Nase auch unser Gehirn erreichen. Auch über die Haut und die Lunge nehmen wir viele dieser Substanzen auf und so wird unser Immunsystem anregt.

Die positive Wirkung dieser Wald-kommunikation auf uns Menschen wurde in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen:

  • Das Herz und die Abwehrkraft werden gestärkt
  • Die natürlichen Killerzellen im Blut werden erhöht
  • Stresshormone werden reduziert
  • Der Parasympathikus wird aktiviert und sorgt für
    Ruhe, Entspannung und Regeneration