2020-02-05

Mein Glück im Glas

Das Jahr hat schon ein Zwölftel hinter sich und vielleicht ist so mancher Neujahrsvorsatz schon wieder Schnee von gestern. Die Tage werden länger und wir sehnen uns nach dem Frühling.
In vielen Geschäften finden sich bereits viele Frühlingsboten und Blumen für den Valentinstag. Praktisch alles vorhanden was uns glücklich machen soll.
Die Freude über eine Hyazinthe im Topf bringt mir persönlich nur kurz Freude. Ich sehe sie, kaufe sie, stelle sie aufs Fensterbrett und bei guter Pflege hält sie eine Woche.
Jeden Tag ein wenig Glücksgefühl direkt vom Gehirn und das für drei Wochen liefert mir hingegen eine vorgezogene Hyazinthen-Zwiebel.
Dazu entferne ich die Erde von der Zwiebel und setze diese in ein Hyazinthenglas mit Wasser. Ich gebe auch noch ein paar schöne Flusssteine dazu. Das Farbenspiel der Steine lässt mich vom großen Fluss meiner Kindheit träumen.
Dann kommt das ganze aufs Fensterbrett. Jeden Tag erfüllt die Hyazinthen-Zwiebel die Erwartung des Belohnungs-Erwartungssystem in meinem Gehirn und es schüttet mir Glückshormone aus. Nach zirka einer Woche zeigen sich die ersten Blütenknospen und ich kann die Farbe der Hyazinthe erkennen. Sobald sich dann auch noch die ersten Knospen öffnen, erfüllen sie den Raum mit ihrem unwiderstehlichen Duft. Manchmal gibt es noch eine kleinere zweite Blüte hinterher.
Blumen sind keine Ware, sondern ein Teil unseres Planeten und somit auch unseres Lebens. Gemeinsam mit ihnen ein Stück des Lebens zu verbringen, kann uns dabei helfen, inne zu halten und kleine Glücksmomente zu erleben.
So eine kleine Hyazinthen-Zwiebel bewährt sich bestens als Anti-Stress-Mittel in unserer oft so hektischen Zeit.
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Heidemarie - 17:41:32 @ Waldtauchen und Gesundheit | Kommentar hinzufügen